Willkommen beim Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen
Das Institut für Stadtgeschichte (ISG) ist die zentrale Einrichtung der Stadt Gelsenkirchen zur Erforschung und Präsentation der Stadtgeschichte. Es besteht seit dem 1. September 1989. Ihm obliegt die wissenschaftliche Erforschung, Aufbereitung und Präsentation von Stadtgeschichte, insbesondere am Beispiel der Ruhrgebietsstadt Gelsenkirchen. Zum ISG zählen die Bereiche Stadtarchiv, historische Forschung und Beratung sowie die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“.
Aktuelles
Das Institut für Stadtgeschichte hat die historischen Unterlagen des Amtes Schalke erschlossen
Im Rahmen der Neubearbeitung der städtischen Aktenbestände bis 1928 beim ISG, über die bereits berichtet worden ist, wurde von der Archivarin Annett Schreiber das Findbuch zum Amt Schalke fertig gestellt. Die 162 Akten, welche einen Zeitraum von etwa 1870 bis 1903 umfassen, wurden in Sachthemen gegliedert sowie durch einen Titel und Vermerke näher beschrieben. Das Amt Schalke war eine übergeordnete Behörde der Gemeinden Braubauerschaft (ab 1900 Bismarck), Bulmke, Hüllen, Hessler und Schalke, die bis 1875 zum Amt Gelsenkirchen gehörten. Wegen des enormen Bevölkerungszuwachses in der Industrialisierung wurde die Gemeinden Braubauerschaft, Bulmke und Hüllen schon bald wieder aus dem Amt Schalke ausgegliedert und bildeten das neue Amt Braubauerschaft bzw. Bismarck. Von 1887 bis zur Eingemeindung in die Stadt Gelsenkirchen im Jahre 1903 bestand das Amt Schalke aus den Gemeinden Schalke und Hessler. Der inhaltliche Schwerpunkt des Archivbestandes liegt auf den Bereichen Bau und Umbau von Schulen, Volkszählungsunterlagen, Statistiken sowie Wahlen. Diese Akten spiegeln im Besonderen die Notwendigkeit wieder, dem Bevölkerungszuwachs gerecht zu werden.
Verbrannte Worte - Verbotene Autorin
Vicki Baum (1888-1960)
Vortrag von Martina Bracke, Dortmund, mit anschließender Diskussion
Mittwoch, 30. Mai 2012, 19 Uhr
Ort: Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus",
Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen
„Damals aber … lachten wir über diesen Hitler. Ein Verrückter, sagten wir, ein Hanswurst, ein Idiot; von der Sorte haben wir viele. Produkte des Krieges. Gesundbeter und stigmatisierte Jungfrauen und Propheten, Putschisten und Mörder und wer weiß, was sonst noch alles. Aber ihre Zeit ist vorbei. Nach und nach werden sie ja wohl zu sich kommen und den Mund halten.“ Vicki Baum, Jüdin aus Wien, verließ Europa bereits vor der „Machtergreifung“ und wurde amerikanische Staatsbürgerin. Sie schrieb mit „Menschen im Hotel“ einen beliebten Roman der 20er Jahre, der in einer Inszenierung von Gründgens erstmals auf die Bühne kam und in Hollywood verfilmt wurde. Zu ihrem Werk gehört eine stattliche Anzahl weiterer Romane und Erzählungen sowie ihre Autobiographie. „… ich bin eine erstklassige Schriftstellerin zweiter Güte. Die Glühwürmchenillusionen von Unsterblichkeit sind mir fremd. Ich habe mir nie eingebildet, eine erstklassige Schriftstellerin erster Güte zu sein und dass meine Bücher mich überleben werden. Was diese nebulare Vorstellung von der Unsterblichkeit angeht, so wollen wir doch nur einmal fünfhundert Jahre warten und sehen, wessen Bücher noch gelesen werden.“
Anlage: Findbuch des Amtes Schalke

Neues Findbuch zu den Akten des Katasteramtes und der Stadtplanung
Im Institut für Stadtgeschichte (ISG) gibt es ein neues Findbuch zum Bestand Katasteramt, welches einen Zugang zu Änderungsverfahren bei Flächennutzungsplänen (FNP) ermöglicht.
Erarbeitet wurde dies durch Mateusz Warszawski, der im Rahmen seines Geschichtsstudiums ein Praktikum im ISG absolvierte.
Der Bestand umfasst 191 Akten aus dem Zeitraum 1912 bis 2001 und bezieht sich größtenteils auf Änderungen und Ergänzungen verschiedener Flächennutzungspläne sowie auf die Erstellung des Flächennutzungsplanes von 1978 und des Bauleitplanes von 1958.
Bei den FNP handelt es sich um vorbereitende Baupläne, die die beabsichtigte bauliche Entwicklung der Stadt Gelsenkirchen veranschaulichen. Somit finden sich in den Akten wertvolle Informationen dazu, wie man sich das zukünftige Erscheinungsbild der Stadt vor vielen Jahrzehnten vorstellte.
Die Akten spiegeln für die jeweiligen Straßen und städtischen Bereiche das gesamte Genehmigungsverfahren wider – angefangen bei den Begründungen seitens der Stadt, den Eingaben von Bürgern bis hin zur Genehmigung durch den Regierungspräsidenten.
Zudem sind der Bau des Flughafens am Berger Feld sowie die hierfür notwendigen Enteignungen in den 1930er Jahren dokumentiert.
Das Findbuch dient ab sofort sowohl als pdf.-Datei auf unserer Homepage als auch als Druckversion im Lesesaal allen geschichtlich Interessierten der Vorbereitung zur Erforschung der spannenden Archivalien.
Da die bisherige Verzeichnung sehr unstrukturiert war, stellt dieses Findbuch nun eine enorme Verbesserung des Zugangs zu den Akten dar.
Neue Benutzungs- und Gebührenordnung für das Institut für Stadtgeschichte vom Rat der Stadt Gelsenkirchen verabschiedet
Der Rat der Stadt Gelsenkirchen hat in seiner Sitzung am 22. März 2012 eine neue Benutzungs- und Gebührenordnung für das Institut für Stadtgeschichte verabschiedet. Die Benutzungs- und Gebührenordnung ist mit der Unterschrift des Oberbürgermeisters der Stadt Gelsenkirchen, Frank Baranowski, am 29. März 2012 in Kraft getreten. Den genauen Wortlaut der Benutzungsordnung des Instituts für Stadtgeschichte vom 29. März 2012 und der Gebührenordnung des Instituts für Stadtgeschichte vom 29. März 2012 finden Sie im Anhang als pdf-Datei.

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