WissenschaftsparkWillkommen beim Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen

Das Institut für Stadtgeschichte (ISG) ist die zentrale Einrichtung der Stadt Gelsenkirchen zur Erforschung und Präsentation der Stadtgeschichte. Es besteht seit dem 1. September 1989. Ihm obliegt die wissenschaftliche Erforschung, Aufbereitung und Präsentation von Stadtgeschichte, insbesondere am Beispiel der Ruhrgebietsstadt Gelsenkirchen. Zum ISG zählen die Bereiche Stadtarchiv, historische Forschung und Beratung sowie die Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“.

Aktuelles

 

Mittwoch, 29. September 2010, 19.30 Uhr

Mit der Reichsbahn in den Tod oder: Wie die Opfer in die Vernichtungslager gelangten
Vortrag von Privatdozent Dr. L. Joseph Heid, Duisburg, mit anschließender Diskussion

Ort: Dokumentationsstätte "Gelsenkirchen im Nationalsozialismus", Cranger Straße 323

 

An den monströsen Verbrechen des Holocaust waren viele Tausend beteiligt und es war ein arbeitsteiliges Mordprojekt. An vorderster Front dieses Großverbrechens stand die Deutsche Reichsbahn, und diese hatte einen Namen –  Albert Ganzenmüller, Staatssekretär im Reichsverkehrsministerium von 1942 bis 1945. In seiner Zeit deportierte das deutsche Eisenbahnsystem Millionen Juden in die Vernichtungslager. Ein anderer Verantwortlicher war Paul Salitter, der im Dezember 1941 1.007 Juden aus dem rheinisch-westfälischen Gebiet in den Tod transportierte. Der Vortrag setzt sich mit den Umständen, der Durchführung und den Folgen der Deportationen in den Jahren 1938 bis 1945 auseinander und nimmt Opfer wie Täter in den Blick.  

 

Institut für Stadtgeschichte