Stadtwappen
Das Wappen der Stadt Gelsenkirchen in seiner heutigen Gestalt wurde am 8. Juli 1954 von der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen genehmigt. Es stellt die stilisierte Bearbeitung des ursprünglichen Stadtwappens dar (u. a. Reduktion der Zahl der Lindenblätter von 31 auf 25, Ausdünnung des zotteligen Fells des roten Horster Löwens, Wegfall des Fallgatters im Kirchenportal). Der Entwurf des ersten Stadtwappens geht auf ein Preisausschreiben zurück, dessen Ergebnis von der Stadt Gelsenkirchen bereits am 21. Januar 1933 übernommen wurde.
Die Notwendigkeit für die Schaffung eines neuen Stadtwappens ergab sich aus der Vereinigung der Städte Gelsenkirchen und Buer sowie des Amtes Horst zur Stadt Gelsenkirchen-Buer am 1. April 1928. Das Stadtwappen besteht aus vier Teilen. In den ersten drei Vierteln des Wappenschildes sind Spezifika der jeweiligen Stadtteile dargestellt. Die silberne Kirche auf schwarzem Grund ist dem alten Gelsenkirchener Stadtwappen entnommen. Die bewurzelte grüne Linde entstammt dem alten Buerschen Stadtwappen. Der rote Horster Löwe schmückte bereits das Familienwappen der Herren von der Horst. Er wurde notgedrungen genommen, da die Amtsgemeinde Horst-Emscher bis zur Eingemeindung über kein eigenes Wappen verfügte. Im letzten Viertel sind Schlägel und Eisen auf schwarzem Grund zu sehen. Sie sagen aus, dass der Bergbau die wirtschaftliche Grundlage aller drei Gemeinden bildete und somit die Basis für die Stadtwerdung Gelsenkirchens war.
Die heraldisch korrekte Beschreibung des Wappens der Stadt Gelsenkirchen lautet wie folgt: Das Wappenschild ist geviertelt; es enthält im linken oberen schwarzen Felde: eine silberne Kirche mit Mittelturm. Der Turm ist vierteilig; er besteht aus dem Turmbau mit schwarzer Toröffnung, dem trapezförmigen Dach, dem Turmaufsatz mit zwei schwarzen Schallöffnungen sowie der Turmspitze mit Kugel. Links und rechts vom Turm befinden sich im Kirchenschiff je zwei schwarze Fensteröffnungen; im rechten oberen silbernen Felde: eine bewurzelte grüne Linde; im linken unteren silbernen Felde: fünf blaue Balken, belegt mit einem roten, steigenden, bezungten, doppelschwänzigen Löwen; im rechten unteren schwarzen Felde: Schlägel und Eisen, silbern, schräg gekreuzt.

Schnellzugriff
