Dokumentationsstätte „Gelsenkirchen im Nationalsozialismus“

Diese Dokumentationsstätte wurde am 8. Mai 1994 vom Institut für Stadtgeschichte eröffnet. Ziel der Dauerausstellung an einer der wenigen erhaltenen historischen Stätten zur Geschichte des Nationalsozialismus in Gelsenkirchen ist es, die Ursachen und Folgen der nationalsozialistischen Herrschaft am Beispiel der Ruhrgebietsstadt Gelsenkirchen zu dokumentieren und zu selbständigem entdeckenden Lernen anzuregen.

Das Hauptgebäude der heutigen Dokumentationsstätte wurde 1907 vom damaligen Amt Buer als Polizeikommissariat errichtet und 1931/32 durch einen Anbau erweitert. Nach der Übergabe der Macht an die Nationalsozialisten 1933 zogen im Obergeschoss die Ortsgruppenleitung Buer-Erle der NSDAP und die Erler SA ein. Im Hauptraum des NSDAP-Büros wurde eine Wandinschrift angebracht, die das NSDAP-Programm von 1920 wiedergibt. Die Dienststelle der Erler NSDAP-Ortsgruppe galt als vorbildlich.

Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus wurde die Wandinschrift übermalt, die Geschichte des Hauses an der Cranger Straße 323 geriet in Vergessenheit. Nachdem die Wandinschrift im Sommer 1986 wiederentdeckt worden war, entstand die Idee zur Errichtung einer Dokumentationsstätte zur lokalen Geschichte des Nationalsozialismus. Der Rat der Stadt Gelsenkirchen beschloss schließlich 1989 den Aufbau der Dokumentationsstätte, den das Institut für Stadtgeschichte übernahm.

Eine Aktion von Stadt Gelsenkirchen, Institut für Stadtgeschichte und Demokratischer Initiative, 2007.

Standort: Cranger Straße 323, 45891 Gelsenkirchen

Wandinschrift - Programm der NSDAP
Tafel Dokumentationsstätte
Institut für Stadtgeschichte
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